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STREETFIGHTER

Ein Streetfighter (auch „Fighter“, siehe unten) entsteht oft aus einem Superbike, das durch Abbauen der Verkleidung und Verändern diverser Komponenten in Richtung martialischem, aggressivem Erscheinungsbild getunt wird.Der Name Streetfighter wurde für diese Motorradkategorie zuerst vom Custom Magazin Back Street Heroes benutzt,dann aufgegriffen von der Zeitschrift Streetfighters, die den Namen bekannt machte und die Szene stark prägte.Kennzeichnend sind ein verkürztes, meist nach oben hochgezogenes Heck (Höcker) ohne Sitzplatz für einen Sozius,das Entfernen etwa vorhandener Vollverkleidungen sowie breite Lenkstangen statt der bei Sportmotorrädern üblichen Stummellenker.

 

Die Ursprünge liegen in Großbritannien. Der Umbau eines Motorrades zu einem Streetfighter wird im Jargon der Szene auch als fightern bezeichnet. Heutige Streetfighter entwickeln sich (mit unterschiedlichem Schwerpunkt) in folgende Richtungen:

Als Basis für einen Streetfighter werden meist sogenannte Sportler oder Supersportler genutzt. Oft werden Fahrzeuge mit Verkleidungsschäden verwendet, manchmal aber auch Neufahrzeuge, bei denen die Verkleidung  für den Umbau entfernt wird. Ziel der ursprünglichen Streetfighterszene war es, ein ungewöhnliches, individuelles  Motorrad aus verschiedensten Teilen (manchmal auch von unterschiedlichen Marken) zu bauen.

 

  • 1 Umbaumaßnahmen
  • 1.1 Leistungssteigerung
  • 1.2 Fahrwerk / Handling
  • 1.3 Optik
  • 1.4 Handgefertigte Rahmen

Umbaumaßnahmen
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Modifikationen der Hinterradschwinge, verbreiterte Felgen, ungewöhnliche Lenkerverkleidungen oder Scheinwerfer,andere Blinker und Rücklichter sind ebenso typisch wie ausgefallene Lackierungen oder Bezüge mit Fellimitat sowie farblich passend eloxierte Aluminiumteile unter anderem auch an Motor, Schrauben und Felgen.Der Austausch der serienmäßigen Telegabel durch eine Upside-Down-Gabel, verstärkte Bremsen und Motoren unddas Verlegen von Teilen der Abgasanlage unter das Heck sind weitere häufig gesehene Änderungen bei Streetfightern.Auch für Details, wie zum Beispiel Ritzelabdeckungen oder Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel,hält die Zubehörindustrie mittlerweile ein reichhaltiges Angebot bereit.

Leistungssteigerung
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Umbau mit dem Ziel der Leistungssteigerung mit Hilfe von Turboladern, Kompressoren, N2O (Lachgas), vergrößertem Hubraum.

Fahrwerk / Handling
Umbau mit dem Ziel des besseren Handlings mit Hilfe von besseren Fahrwerkskomponenten wie beispielsweise anderer Federung, anderen Felgen und Reifen.

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Optik

Umbau mit dem Ziel, das Motorrad optisch zu individualisieren mit Hilfe von Lenkerverkleidungen,
Verschalungsteilen, Lampen, Lackierungen.

Streetfighter-Bewegung

Inzwischen ist, mit den teilweise extrem gestylten Streetfightern, innerhalb der Motorradfahrerszene
eine eigene Bewegung entstanden. Neben dem ursprünglichen Magazinen, wie dem Streetfighters Magazin, berichtet seit einiger Zeit auch die reguläre Motorrad-Presse über die wesentlichen Veranstaltungen.

Optische Elemente, die ursprünglich aus der Streetfighter-Szene stammen, sind auch in verschiedenen Serienfahrzeugen wiederzufinden (diverse Buell-Modelle, Triumph SpeedTriple, Kawasaki Z1000, Yamaha FZ1,KTM SuperDuke, Aprilia Tuono, sogar BMW K1200R)

Die Szene selbst definiert sich sowohl über Streetfighter-Treffen als auch über Clubs.
Die Treffen stehen oft in Verbindung mit Fahrzeugausstellungen und Stuntshows.
Ein typisches Merkmal ist die so genannte Brennplatte in der Mitte des Platzes,
auf der häufig Burn-Outs durchgeführt werde

Namensproblematik in Deutschland

Nachdem eine deutsche Handelskette sich die Bezeichnung „Streetfighter“für Motorräder und -teile hat schützen lassen, sowie die in der Szene tätigen Firmen verklagte,darf der Begriff nur noch für Bekleidungs- und Zubehörprodukte (Helme, Handschuhe, T-Shirts, Endschalldämpfer etc.)der Firma Detlev Louis Motorradvertriebs GmbH kommerziell verwendet werden. Die Szene nennt sich daher nun „Fighter-Szene“ und die Motorräder werden als „Fighter“ bezeichnet.

Der Begriff Streetfighter wird weiterhin in anderen europäischen Ländern, insbesondere England verwendet.Die Zeitschrift, welche die Szene in Deutschland widerspiegelt, heißt mittlerweile FIGHTERS magazin.Chefredakteur ist Marcus Broix, der ehemalige Deutschlandredakteur der englischen Streetfighters.

 

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